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Wir halten fest: die Stabilität und Dauerhaftigkeit machen die Hf max (maximale Herzfrequenz) zu dieser einzigartigen Messlatte der Trainingskontrolle. Dies bedeutet für uns Läufer, dass es keiner ständigen „Nacheichung“ bedarf. Eine einmal korrekt ermittelte Hf max ist auf Jahre stabil und sinkt nur sehr langsam im Altersgang. Wie sich statistisch gesehen Herzfrequenzabsenkung im Altersgang wirklich verhält, weiß im Übrigen noch kein Mensch, da man noch gar nicht aufgezeichnet hat, wie sich der Puls eines marathonlaufenden Breitensportlers vom 25. bis 60. Lebensjahr entwickelt. Meine Beobachtung ist, dass es bei Volksläufern mit einem Trainingsalter von 2 bis 3 Jahren nach Durchführung eines Marathontrainings mit 5 bis 8 Stunden/Woche zu einer stabilen Absenkung der Herzfrequenz von ca. 5 Schlägen/min kommt. Also: einmal im Jahr neu getestet oder bei einem 10-km-Wettkampf kontrolliert, das reicht im Großen und Ganzen. Hier liegt ein weiterer Vorteil im Vergleich zum Ermitteln des Deflektionspunktes (Leistungsschwelle zum Bereich, ab dem bei der Muskelarbeit eine Sauerstoffschuld eingegangen und Laktat gebildet wird – Übersäuerung) durch den Conconi-Test oder der Bestimmung der anaeroben Schwelle durch einen Laktat-Leistungstest auf dem Laufband, da deren Ergebnisse immer von der augenblicklichen Leistungsfähigkeit und Glykogenverfügbarkeit abhängen. Deshalb muss dort mit zunehmender Leistungsfähigkeit, was ja das Ziel des Trainings ist, „nachgeeicht“ werden. Geschwindigkeit steigt bei gleichem Puls Hierbei ist, insbesondere wenn man mit anderen herzfrequenz-gestützten Trainingsplänen arbeitet, stets zu prüfen, wo bei solchen fremden Plänen die 100-Prozent-Marke liegt! Bei der Eichung auf die Hf max entspricht diese 100 Prozent, punktum, deswegen ist diese Berechnungsmethode ja so einfach. Bei Conconi oder Laktat-Leistungsdiagnostik werden Deflektionspunkt bzw. anaerobe Schwelle als 100-prozentig gesetzt und da diese nicht feststehend sind, muss allemal umgerechnet werden. So ist dann zu verstehen, wie zwei gleich alte Läufer bei gleicher Geschwindigkeit völlig verschiedene Herzfrequenzen haben oder aber zwei Läufer bei gleicher Herzfrequenz unterschiedlich schnell laufen können. Vorübergehende Absenkung der Herzfrequenz Wie sich der Körper bei Erschöpfung gegen Überforderung wehrt, ist auch bei wirklich harten Anforderungen, z. B. einem Marathon oder einem „Brutaltraining“, zu beobachten. In diesem Erschöpfungszustand, wenn man noch mal alles geben will, gelingt es nicht, die maximale Herzfrequenz zu erreichen. Ist man dagegen nur ermüdet, ist dieses mit Willenseinsatz noch erreichbar. Ob dies nun primär der erschöpften Laufmuskulatur oder dem erschöpften Herzmuskel geschuldet ist, halte ich hierbei für nebensächlich. Auch bei einem durch ausschließlich von langsamen Dauerläufen geprägten Training kommt es zu dieser vorübergehenden Absenkung der Hf max. Der ganze Organismus wird auf „langsam“ getrimmt, so auch der Herzmuskel. Eine oder zwei schnelle Einheiten, Hf höher als 90 Prozent oder ein 10-km-Wettkampf bringen das Herz aber wieder in Schwung. Anstieg der Herzfrequenz nach Aufnahme eines Lauftrainings Haben diese Läuferinnen nach ca. sechs Monaten genügend Muskulatur, Laufvermögen und Selbstvertrauen(!) aufgebaut, erreichen sie bei einem erneuten Test einen höheren Puls als beim erstenmal. Dieser ist nun natürlich Grundlage aller weiteren Berechnungen. (Unser Autor leitete gemeinsam mit Frau Hella über 16 Jahre die Laufsportschule Andreas in Dersau.) Conconi-Test Quelle:
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