laufen-in-duisburg.de

  


Lauf-Tipp
Lauf-ABC
Trinken
Entspannung
Herzfrequenz
Ratschläge 1
Ratschläge 2
Training
Berechnung
Training
Trainingstempo
  (Berechnung)
Tempotabelle
Trainingpläne
10 km
Halbmarathon
Marathon
Forum
Conconi-Test

Was sollen wir trinken - Quelle CONDITION

Tipps & Tricks nicht nur für die heiße Jahreszeit
Von Frank Krümmer

Ohne regelmäßiges Trinken läuft nichts und niemand. Den meisten Läufern ist inzwischen bekannt, dass nur ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit sichert. Trotzdem sind viele – gerade an heißen Tagen – verunsichert, was bzw. wie sie trinken müssen, um Leistungseinbußen und Schlimmeres zu vermeiden. So besteht der menschliche Körper zwar zu 50 bis 70 Prozent aus Wasser (abhängig u. a. von Geschlecht, Fett- und Muskelmasse), aber bereits bei einem Flüssigkeitsverlust von nur zwei Prozent des Körpergewichts kommt es zu Leistungsrückgängen

Wie viel darf es sein?

Hauptfaktor für den Flüssigkeitsverlust ist der Schweiß. Bei extrem feuchtheißem Klima können pro Trainings- und Wettkampfstunde hiervon immerhin bis zu zwei Liter gebildet werden. Entscheidend für die Flüssigkeitsaufnahme ist demnach die Belastungsdauer.

Wichtig: Bei einer Trainings- und Wettkampfbelastung bis zu einer Stunde Dauer ist Trinken in der Regel nicht notwendig. Die Leistungsfähigkeit wird durch den zu erwartenden Flüssigkeitsverlust nicht beeinträchtigt. Hier genügt es, wenn die Flüssigkeit nach dem Belastungsende ersetzt wird. Rechtzeitiges und ausreichendes Trinken wird bei längeren Trainings- und Wettkampfeinheiten häufig auch von erfahrenen Sportlern vernachlässigt. Die Erklärung hierfür ist einfach: Bei Belastung funktioniert das Durstgefühl unzuverlässig. Trinkt man zu spät, kann das Defizit bei gleichbleibender Laufgeschwindigkeit nicht mehr ausgeglichen werden. Zunächst ist Leistungsabfall die Folge, bei weiterer Entwässerung (Dehydration) kommt es zu Störungen der Bewegungskoordination, dann zur Benommenheit und schließlich zur Bewusstlosigkeit. Daraus folgt, dass bereits vor dem Auftreten eines Durstgefühls regelmäßig getrunken werden sollte. Um Magen-Darm-Problemen vorzubeugen, werden ca. 500 bis 800 ml Flüssigkeit pro Stunde empfohlen. Da es zudem einige Zeit braucht, bis der Körper die Flüssigkeit aufnehmen (resorbieren) kann, ist das sogenannte "Nibbling-System" zu empfehlen: Dies bedeutet nichts anderes, als dass häufig kleine Mengen getrunken werden. Übrigens: Wer nach dem Training oder Wettkampf mehr wiegt als am Start, hat zu reichlich getrunken. Hier besteht zudem gerade bei Hitze auch die Gefahr einer "Wasservergiftung", wenn durch Flüssigkeiten ohne Mineralien der Schweiß zu stark verdünnt wird.

Sekt oder Selters?

Da mit dem Schweiß nicht nur Wasser sondern auch Mineralien ausgeschieden werden, sollte der Trinkflüssigkeit bei Hitzebelastung stets Kochsalz (Natriumchlorid) hinzugefügt werden. Pro Liter Wasser wird ein Gramm Kochsalz empfohlen. Kohlenhydrathaltige Getränke helfen, den Blutzucker während der Belastung konstant zu halten. Der Kohlenhydratgehalt sollte zwischen 30 bis 80 g pro Liter liegen, da hier die Aufnahmegeschwindigkeit in den Stoffwechsel optimal ist. Fertigsportgetränke, die diesen Kriterien genügen, sind also durchaus zu empfehlen. Vorsicht geboten ist allerdings bei koffein- und alkoholhaltigen Getränken, den sogenannten Energy-Drinks, da sie dem Körper zusätzlich Wasser und Elektrolyte entziehen. Sie sind als Sportgetränke nicht geeignet. Wie gut kohlensäurehaltige Getränke bei Belastung vertragen werden, muss im Training individuell ermittelt werden. Hier kommt es oft zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt.

Kurz & bündig:


Bei Belastungen von weniger als 60 Minuten:

Trinken nach Belastung ausreichend
Bei Belastungen von mehr als 60 Minuten:

  • Trinken Sie bereits vor dem Durstgefüh
  • Trinken Sie regelmäßig kleine Mengen
  • Pro Stunde 500 bis 800 ml trinken
  • Besonders bei Hitze Mineralien ersetzen
  • Kohlenhydrathaltige Getränke halten Blutzucker konstant
  • Meiden Sie koffein- und alkoholhaltige Getränke

Quelle:

 
Copyright © 2001-2010 by Laufszene, Duisburg